DER KARDINAL

Doku-Drama, 90 Minuten

Kurzinhalt:

Brückenbauer, moralisches Gewissen des Landes, Wegbereiter der Ökumene und des interreligiösen Dialogs – das sind nur einige der Attribute, die Kardinal Franz König (1905–2004) zugeschrieben werden. Der langjährige Erzbischof von Wien war eine der prägendsten Persönlichkeiten Österreichs im 20. Jahrhundert – einerseits von vielen geschätzt und respektiert, andererseits wegen seiner liberalen Haltung von konservativen Kreisen angefeindet. Das Wirken des „roten Kardinals“, wie er von manchen abschätzig, von anderen wieder respektvoll genannt wurde, steht für die Annäherung der katholischen Kirche an die österreichische Sozialdemokratie genauso wie für den Dialog mit den kommunistischen Staaten in Osteuropa. Kardinal König hat mehr als einmal Geschichte geschrieben – und war ebenso oft harter Kritik ausgesetzt.

Das Doku-Drama:

Neben Interviews und dokumentarischem Archivmaterial machen Spielszenen die dramatischen Situationen entscheidender Begegnungen Franz Königs erlebbar, unter anderem mit den Päpsten Johannes XXIII., Johannes Paul II., mit Bruno Kreisky oder dem ungarischen Primas Mindszenty. Der inhaltliche Fokus liegt auf Königs Bedeutung für das wegweisende II. Vatikanische Konzil und auf seinen Beziehungen in den damals noch abgeschotteten kommunistischen Osten Europas, die ihn zum frühen Wegbereiter für die politische Wende von 1989 machte. Dargestellt wird der Kardinal vom Schauspieler August Zirner, der u. a. im Oscar-Film Stefan Ruzowitzkys, "Die Fälscher" (2008), zu sehen war.

Regie: Andreas Gruber
Buch: Martin Betz
Kamera: Stefan Linn
Ton: Johannes Paiha
Ausstattung: Hansjörg Mikesch
Producer: Martin Choroba, Golli Marboe
Produktion: Tellux Film
Mit: August Zirner, Peter Lerchbaumer, Edmund Jäger, Peter Fitz, Martin Maria Abram,
Katharina Lorenz, Volkmer Kleinert, Rainer Egger, Wolfgang Hübsch u.v.m.

Sendetermin (ORF): 2011


Alle Setfotos: "St. Pölten 1945"-Sequenz
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